Wie Sterne leuchten
Titelbild

Ulrich Lessin:

Wie Sterne leuchten... Fragmentarische Rekonstruktion der Geschichte meiner Kriegsfamilie  (378 Seiten)

Scribeo-Verlag Kassel 2013 (Nr. 111 der Reihe “Erzählen ist Erinnern” des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.) ISBN: 978-3-936592-32-0

“Wenn wir in den Sternenhimmel schauen, blicken wir in die Vergangenheit. Wenn uns das Licht der Sterne heute erreicht, hat es bereits unvorstellbar riesige Entfernungen zurückgelegt, es kommt von Sternen, die heute vielleicht gar nicht mehr existieren. Und dennoch berührt uns ihr Funkeln und Leuchten; unzählige Dichter haben ihre Pracht besungen...

Die Briefe meiner Eltern an meine Großeltern sind das einzige handgreiflich Sichtbare, was mir heute von meinen Eltern geblieben ist…

Und dann gibt es noch einige Fotos, schwarz-weiß oder in dem damals üblichen hellbraunen Ton…

Die Fotos sind den fernen Sternen noch ähnlicher als die Briefe: Die Menschen auf ihnen erscheinen trotz aller gewussten Distanz ganz nah, als schauten sie mich unmittelbar an…

 Doch natürlich weiß ich, auch das, was ich in den Bildern sehe, ist nicht sichere Realität, wie sie damals tatsächlich war, sondern meine Wirklichkeit, die ich in die Bilder hineinsehe. Und auch wenn ich mich versuche, ganz in sie hinein zu versenken, rührt mich das Leuchten der fernen Stern-Bilder zwar unmittelbar an, aber wirklich wissen kann ich doch nur sehr wenig über sie…”

Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis des Buches oder das erste Kapitel lesen.

Und hier ein paar Fotos aus dem Buch anschauen.

Über dieses Buch:

Ulrich Lessin – 1944 in Pommern geboren – hat seine Eltern im zweiten Weltkrieg verloren und ist dann bei seinen Großeltern im Ruhrgebiet aufgewachsen. Ausgehend von Fotos, Erzählungen und Briefen, die seine Eltern an seine Großeltern geschrieben haben, begibt sich der Autor auf objektive und emotionale Spurensuche und unternimmt die fragmentarische Rekonstruktion der Geschichte seiner Familie von 1938 bis 1945. Er erzählt, wie seine Eltern sich in Hamburg kennenlernen, wie sie in Pommern eine Familie gründen, wie sein Vater dann zum Wehrdienst eingezogen und an der Front mehrfach verletzt wird und wie seine Familie schließlich auseinanderbricht.

Das Besondere und Berührende dieser Erinnerungsarbeit ist, dass er seine Erzählung immer wieder durch Perspektivwechsel und Selbstreflexionen unterbricht:

- Perspektivwechsel, mit denen er versucht, in den unterschiedlichsten Situationen den Blick auf die jeweils andere Seite des Geschehens zu werfen: z.B. im Zusammenhang mit der Reichspogromnacht in Hamburg oder der Judenverfolgung in Paris zu der Zeit, als sein Vater dort stationiert war, aber auch die Perspektive von amerikanischen Piloten, die bei dem Bombenangriff auf Swinemünde beteiligt waren, bei dem seine Mutter schwer verletzt wurde. 

 - Selbstreflexionen, in denen er immer wieder seine eigene Sicht auf das damalige Geschehen reflektiert und auch versucht, sich mit seinen traumatischen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Verlust seiner Eltern am Ende des Krieges auseinanderzusetzen.“

Ein Interwiew von Ulrike Schneiberg mit dem Autor über sein Buch wurde im 19.03.2013 im Hessischen Rundfunk gesendet. Sie können diese Sendung hier nachhören.

Der Autor hat Lesungen aus seinem Buch mit Gong-Improvisationen verknüpft. Näheres erfahren Sie hier.

Das Buch können Sie entweder direkt beim Autor, über Ihre Buchhandlung oder übers Internet  (www.buchhandel.de oder www.amazon.de) bestellen.

Wenn Sie mehr über den Autor und seine Arbeit erfahren wollen, können Sie dies über die folgenden Websites tun:

Uli

www.lessin.de

www.systemische-gestalt-paartherapie.de

www.poetische-klangbilder.de

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